Wenn die Welt sonst nichts Gutes bringt, dann haben wir immerhin das neuste Poppy Album “Negative Spaces”, welches uns die Tage verschönert. Ein Album, welches Poppys Vielfältigkeit auf ein Neues doppelt unterstreicht – und ihre Affinität zum Metal nur noch klarer macht.
Wenn Poppy für etwas bekannt ist, dann wohl für ihre schlagartigen Sound-Veränderungen, die sie in den letzten Jahren angesammelt hat. Mit einem Blick auf “Lowlife“ – ein Song aus 2016, der nach super glücklichen Sommerferien klingt – scheint Poppys Werdegang so divers wie kaum ein anderer zu sein. Mit Negative Spaces geht sie nämlich in eine Richtung, die nur so von gekonnten Screams und tiefen Growls sprüht.
Solch ein Switch kommt natürlich nicht ohne Grund – bei Poppy trug definitiv auch die Trennung von Produzent/Lebenspartner/komischer Typ Titanium Sinclair zu diesem Wachstum bei. Spätestens mit dem Album “Am I A Girl?” und dem Track “X” zeigte Poppy, wie gut sie doch in die experimentellere, Metal-lastige Musikwelt passt.
Auch mit ihrem letzten Album “Zig” machte Poppy klar, dass sie in genau dieser Welt bleiben will und auch danach strebt, sich in dieser Sphäre weiterzuentwickeln. Wo “Zig” bereits einige BANGERS zu verzeichnen hat (persönlicher Favorit ist übrigens “Church Outfit”), hat sie den eigenen Sound in Negative Spaces nochmals auf die Spitze getrieben.
Zu dieser Entwicklung gehören natürlich auch einige Features mit Metalbands, die Poppy in den letzten Jahren zusammensammelte. Im Song “V.A.N” kollaborierte sie beispielsweise mit Bad Omens, im Song “Suffocate“ unterstützt sie Knocked Loose auf ihrem neusten Album “You Won’t Go Before You’re Supposed To”.
Und nun sind wir hier – beim Album Negative Spaces, produziert von Jordan Fish, dem ehemaligen Keyboarder und Produzenten von Bring Me the Horizon. In der Welt des Alternative Metals scheint sich Poppy ein für alle Male eingelebt zu haben. Ob der Klang ihrer Screams, ihre Growls, oder der ledigliche Aufbau des Albums – Poppy zeigt, wie sehr sie sich ihren ganz eigenen Platz in diesem Genre verdient hat.
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